Der Glaube versetzt Berge

Der Glaube versetzt Berge! Kennen Sie diesen Spruch aus der Bibel? Der Glaube versetzt offensichtlich nicht nur Berge. Er kann auch Berge erschaffen, im übertragenen Sinne. In der Fachzeitschrift „General Hospital Psychiatry“ wurde 2007 der Fall eines jungen Mannes veröffentlicht, der einen solchen Berg erschuf und sich damit beinahe ums Leben gebracht hätte.

Es war sogar die erklärte Absicht des jungen Mannes sich das Leben zu nehmen. Das ist allerdings keine besonders positive Entscheidung. Und um es gleich vorweg zu nehmen, unsere kleine Geschichte endet positiv.

Wenn jemand eine so schwerwiegende Entscheidung trifft, hat er meist einen triftigen Grund. So ging es auch unserem Protagonisten. Seine Freundin hatte sich überraschend von ihm getrennt. Daher ging es ihm sehr schlecht. Denn mit dieser psychischen Belastung ist er so überhaupt nicht zurechtgekommen. Daher Er entschied sich, dass es das Beste wäre aus dem Leben zu scheiden. Er hielt die Trauer über den Verlust des geliebten Menschen nicht länger aus.

Der 26-jährige D. Adams nahm zu dieser Zeit an einer Studie für ein neues Antidepressivum teil. Deshalb hatte er eine ganze Schachtel dieses hochwirksamen Präparats im Haus. Um seinen Plan sich selbst zu töten in die Tat umzusetzen, nahm er alle Tabletten auf einmal. Anschließend war er sich offensichtlich nicht mehr ganz sicher, ob seiner Entscheidung und schaffte es gerade noch die Rettungskräfte zu alarmieren. Diese rückten an und schafften Adams sofort mit lebensgefährlichen Vergiftungserscheinungen in die nahe gelegene Klinik.

Matthaeus 17:20
Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Um eures Unglaubens willen. Denn wahrlich ich sage euch: So ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so mögt ihr sagen zu diesem Berge: Hebe dich von hinnen dorthin! so wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein.
Die Kraft der Gedanken

Dort wurde er augenblicklich von einem Notfall-Team betreut. Das medizinische Personal hatte alle Hände voll zu tun den jungen Mann am Leben zu halten. Sein Blutdruck sackte bedenklich weit nach unten. Zudem machte sein Körper auch ansonsten den Eindruck als wäre es jeden Moment zu Ende.

Glücklicherweise war die Notfall-Klinik dieselbe Klinik bei der Adams an der Studie zu dem Arzneimittel teilnahm. Daher konnten die behandelten Ärzte binnen sehr kurzer Zeit alle Informationen zu dem Wirkstoff erhalten, den der junge Mann in einer Überdosis zu sich genommen hatte. Das war ein glücklicher Umstand. Denn immerhin schwebte er deshalb in akuter Lebensgefahr.

Die betreuenden Mediziner der Studie konnten dem Notfall-Team auch direkt Auskunft erteilen und so das Leben von Adams retten. Sie nannten dem Notarzt den Wirkstoff… Zucker! Ja, Adams hatte Pillen aus Zucker zu sich genommen… Der Glaube versetzt Berge!

Adams war in der Kontrollgruppe der Studie und hatte ohne sein Wissen ein PlaceboEin Placebo ist eine wirkstofffreie Tablette. Diese werden meist in Studien zur Wirksamkeit von neuen Arz... More erhalten. Seine Tabletten enthielten lediglich eine leichte Dosis Traubenzucker. Er hatte also eine Überdosis völlig wirkstofffreier Placebos genommen.

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Die Ärzte setzten ihn darüber in Kenntnis und sein Zustand besserte sich innerhalb von Minuten. Die Wirkung der Pillen war lediglich ein Ergebnis seines Glaubens. Er glaubte daran eine lebensgefährliche Dosis eines hochwirksamen Antidepressivums genommen zu haben. Der Glaube erschafft Berge. Die Wirkung verblasste sofort als ihm klar wurde, dass er lediglich Zuckerpillen genommen hatte.

Der Glaube versetzt Berge!

Der junge Mann der eben noch medizinisch belegt in Lebensgefahr schwebte, verließ nach einigen Minuten putzmunter die Klinik. Nun ja, einen kleinen Abstrich musste er an seiner Verfassung sicher doch machen. Liebeskummer hatte er sicher noch immer.

Quelle: http://www.ghpjournal.com/article/S0163-8343(07)00011-4/fulltext 

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