Haben Sie ein Brett vorm Kopf? – Die Macht der Gedanken

Die Macht der Gedanken ist enorm. Das zeigt sich in einer Studie zur Wirkung von Hypnose. Damit wollten Wissenschaftler zeigen, wie sie funktioniert? Dass sie funktioniert ist heutzutage zig-fach wissenschaftlich belegt. Sie unterstützt bei mentalen Prozessen. Sie wird bei Operationen als Alternative zur Narkose eingesetzt. Sogar die Wirkung auf Heilungsprozesse ist durch Studien nachgewiesen. Die Gedanken entwickeln große Kraft. All diese Tatsachen sind nachgewiesen und wissenschaftlich belegt. Die Wissenschaft ist mittlerweile eher daran interessiert herauszufinden, wo die Hypnose in unserem Hirn wirkt. Lesezeit: 2 1/2 Minuten
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Die Wirkung der Gedanken auf die Wahrnehmung

Um dieses Thema ging es einem Forschungsteam der Universität Jena. Dabei wollten die Wissenschaftler herausfinden, auf welche Art Hypnose in unserem Hirn wirkt. Wie wirken sich die in Hypnose erzeugten Gedanken auf die menschliche Wahrnehmung aus?

Dazu erzeugten die Versuchsleiter eine positive Halluzination bei den Probanden. Das heißt die Teilnehmer wurden aufgefordert mit Gedankenkraft etwas wahrzunehmen, was nicht vorhanden ist. Sie erzeugten in Hypnose eine nicht vorhandene visuelle Wahrnehmung.

Da die Wissenschaftler vorausgesetzt haben, dass die Teilnehmer unterschiedlich stark auf SuggestionenSuggestion leitet sich ab vom lateinischen Substantiv suggestio (Hinzufügung) und dem Verb suggerĕre (z... reagieren, wurden sie getestet. Für diese Tests gibt es standardisierte Vorgehensweisen, Damit lässt sich ermitteln wie Suggestibel Menschen sind.

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Die Versuchsleiter haben also die Probanden zunächst auf Ihre Suggestibilität getestet. Anschließend haben sie die Teilnehmer auf drei Gruppen verteilt. Die erste Gruppe enthielt Probanden die sehr stark auf hypnotische Suggestionen ansprachen. Die zweite Gruppe enthielt die Teilnehmer, die eher mittelmäßig suggestibel waren. Und die dritte Gruppe schließlich für die Teilnehmer, die sehr schwach auf Suggestionen ansprachen.

Die Macht der Gedanken

Anschließend hat man die Gruppen aufgefordert auf einem Bildschirm Quadrate zu identifizieren. Allerdings zeigte der Bildschirm alle möglichen Symbole. Die Quadrate tauchten selten auf und die Probanden sollten sie zählen. Diese Versuchsanordnung erfordert von den Teilnehmern eine sehr hohe Konzentration.

Sie haben ein Brett vorm Kopf!

Nein, nicht Sie, lieber Leser!

Mit diese Suggestion arbeiteten die Studienleiter. Sie suggerierten den Probanden: „Sie haben ein Brett vorm Kopf!“ Sie forderten die Teilnehmer auf sich ein Brett vorzustellen das die Sicht verdeckt. So vorbereitet gingen die Teilnehmer wieder ans Werk und zählten erneut Quadrate.

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Bei der nachfolgenden Auswertung stellte sich heraus, dass in allen drei Gruppen deutlich weniger Quadrate identifiziert wurden. Selbst die Gruppe mit den schwach suggestiblen Personen zählte signifikant weniger Quadrate. Die Trefferquote sank um 10% von vorher 90% auf 80%. Die stark suggestiblen Teilnehmer fanden sogar 50% weniger Quadrate auf dem Bildschirm. Alleine mit der Macht der Gedanken haben die Teilnehmer ihre Wahrnehmung beeinflusst.

Während des gesamten Versuchs wurden die Hirnströme der Teilnehmer überwacht. Dabei zeigt sich, dass die Wahrnehmung an sich gar nicht beeinträchtigt wird. Die Probanden haben also die Quadrate nach wie vor wahrgenommen. Die Hypnose wirkte erst danach. Durch die hypnotische Trance und die damit verbundenen Suggestionen wird die Weiterverarbeitung des Wahrgenommenen beeinflusst.

Nutzen Sie die Macht der Gedanken, um an mentalen Prozessen zu arbeiten!

(Quelle: Scientific Reports, „Die Macht des Geistes: Blockierung der visuellen Wahrnehmung durch Hypnose“, B. Schmidt ,H. Hecht ,E. Naumann &WHR Miltner, 07. Juli 2017)

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