Die Zeit vor der Prüfung – Prüfungsangst

Die Zeit vor einer Prüfung bietet viel Raum für Missgeschicke. Viele Klienten und Seminarteilnehmer sprechen mich darauf an, dass es sie oft nervös macht, wenn ihre Freunde und Bekannten sie auf die bevorstehende Prüfung ansprechen. Sie haben manchmal nach einem solch „freundschaftlichen“ und „motivierenden“ Gespräch für mehrere Tage mit Demotivation und großer Angst zu kämpfen.
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Die gut gemeinten Gespräche und das vermeintliche Interesse der Gesprächsteilnehmer macht die Prüflinge oft sehr nervös und sie fragen mich dann immer wieder nach Möglichkeiten mit solchen Situationen umzugehen.

Negative Gedanken bringen negative Gedanken!

Vielleicht haben auch Sie schon einmal bemerkt, dass ein Gespräch über eine bevorstehende Stresssituation die Nervosität und Angst noch verschlimmert hat. Möglicherweise sind Sie danach auch in ein richtiges Loch gefallen und hatten beispielsweise danach überhaupt keine Lust mehr zu lernen. Es ging Ihnen nach dem Gespräch richtig schlecht und Sie waren total niedergeschlagen. Und dieses miese Gefühl hält über Tage an und zieht Sie immer weiter nach unten. Sie möchten die Prüfung am Liebsten sausen lassen. Und Sie kommen immer schlechter drauf.

Woran liegt das?

Schauen wir mal hin. Ja. Schauen Sie mal hin. Schauen Sie zurück auf den zweiten Absatz in diesem Artikel. Fällt Ihnen etwas auf? Wenn Sie den genannten Absatz lesen, müssen Sie schon sehr gut gelaunt sein, um sich danach nicht unwohler zu fühlen als vor dem Lesen. Der Text wimmelt von negativen Wörtern und Ausdrücken. Wir müssen solche Formulierungen nur oft genug hören und sie schaffen in unserem Hirn Tatsachen (WahrheitseffektDer Wahrheitseffekt (Truth-Effect, Validity-Effekt) beschreibt die Tatsache, dass wir Menschen einer Auss...). Idealerweise verbinden wir diese negativen Ausdrücke jetzt noch mit negativen Erlebnissen aus der Vergangenheit und die Wirkung schlägt voll durch. Und ein Mensch, der Probleme mit Prüfungssituationen hat, hat meist ein breites Arsenal an schlechten Erinnerungen, die zum Thema passen. Damit verbunden kann er dann noch auf negative und ungute Gefühle zugreifen. Jetzt kommt die Negativspirale so richtig in Fahrt.

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Die gute Nachricht ist, wenn es in die negative Richtung funktioniert, funktioniert es auch in die positive. Wir müssten es nur tun. Allerdings kommt dann meist ein Spruch wie „Wenn das so einfach wäre!“. Ja, klar! Wenn das so einfach wäre. Haben Sie schon einmal jemanden sagen hören „Wenn das so schwer wäre!“. Nein, das hat noch niemand zu Ihnen gesagt.
Wir akzeptieren alle sehr gerne, dass wir und negativ beeinflussen können. Und bei einem Gespräch über die berühmte „Selbsterfüllende Prophezeiung“ können wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, es geht um etwas Negatives, um etwas Schlechtes. Die Selbsterfüllende Prophezeiung betrifft einen Schicksalsschlag.

Die Zeit vor der Prüfung – Prüfungsangst überwinden

Das ist Selbsthypnose. Wir beeinflussen unser Verhalten durch die Art und Weise, wie wir reden und welche Gedanken wir haben. Denken wir die ganze Zeit daran, dass etwas schlecht laufen wird, dann läuft es eben auch schlecht. Und diese Richtung akzeptieren wir. Okay! Drehen wir es um. Ab jetzt akzeptieren wir auch die andere Richtung. Wenn wir die ganze Zeit positiv reden und denken, dann läuft es eben auch positiv.

Und? Haben Sie den kleinen Mann in Ihrem Ohr gehört? Als Sie das eben mit dem Positiven gelesen haben, hat der sich bestimmt gemeldet. Vermutlich hat er Ihnen erklärt, dass es so einfach ja nun auch wieder nicht ist. Vermutlich hat er Sie auch etwas gefragt wie „Und wenn nicht?“. Dieser kleine Teufel hat das noch nie zu Ihnen gesagt, wenn Sie sich in einer negativen Spirale befunden haben. Der Typ ist echt doof!

Nachdem wir das nun klären konnten, entziehen wir ihm doch das Wort. Wenn er doof ist, brauchen wir ihm auch nicht zuzuhören. Und wo wir gerade dabei sind, machen wir das doch auch mit unseren Gesprächspartnern vom Anfang dieses Artikels. Gut, Sie brauchen das jetzt nicht wörtlich zu nehmen (bei dem kleinen Mann im Ohr allerdings schon). Sie entziehen Ihren Freunden nicht das Wort, also nicht komplett. Sie beeinflussen das Wort. Sie beeinflussen das Gespräch. Sie steuern diese Gespräche im Vorfeld eines Ereignisses und nutzen diese schon für eine leichte Selbsthypnose. Sie nutzen den Wahrheitseffekt.

Und wie Sie das bewerkstelligen und durchführen behandeln wir im zweiten Teil dieses Artikels. Und möglicherweise haben Sie Lust, bis dahin ein wenig darüber nachzudenken. Dann können Sie nämlich die Wartezeit schon effektiv für Ihr Vorhaben nutzen. Denn wenn Sie jetzt darüber nachdenken, benutzen Sie sicher schon mehr, viel mehr positive Worte und Ausdrücke als vorher.

Die Zeit vor der Prüfung – Prüfungsangst überwinden

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