Zeigarnick-Effekt

Der Zeigarnick-Effekt (genaugenommen: Seigarnick-Effekt) beschreibt den psychologischen Vorgang, dass eine unerledigte Aufgabe unseren Denkapparat im Hintergrund weiterbeschäftigt. Die offene Aufgabe erzeugt in unserem Hirn eine Art Druck, der danach strebt abgebaut zu werden. Eine Folge dieses Effektes ist es, dass wir uns an unerledigte Vorgänge sehr viel besser erinnern als an erledigte. Das hat sogar Einfluss auf unsere Kreativität.

Die russischen Psychologin Bljuma Wulfowna Seigarnik hat 1927 an der Universität Berlin ein Experiment mit über 160 Probanden durchgeführt. Die Teilnehmer hatten dabei verschiedene Aufgaben zu bewältigen. Es handelte sich sowohl um kreative als auch intellektuelle Aufgaben.

Bei einigen Handlungen wurden die Probanden unterbrochen, andere durften sie zu Ende bringen. Anschließend überprüfte die Psychologin wie gut die Erinnerung an die Aufgaben funktionierte. Dabei zeigte sich, dass die unterbrochenen Aufgaben wesentlich besser erinnert wurden als die vollendeten.

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