Negative Gedanken fördern negative Gedanken

Unser Gehirn arbeitet assoziativ. Denken Sie an eine Zitrone, werden Ihnen Worte wie Frucht, sauer und gelb schneller einfallen als schwarz, bitter und Auto. Nachdem eine Information in unser Hirn eingegangen ist, wird in der Nähe dieser Information nach schon vorhandenem Wissen gesucht. Dieses Vorgehen macht unser Denken so enorm schnell. Deshalb sollten Sie negative Gedanken abschalten

Das auf den schnellen Assoziationen aufbauende schnelle Arbeiten unseres Gehirns haben einige Menschen sicher schon oft verflucht. Diese Wirkungsweise hat Folgen für unsere Gedankenwelt. Unser Hirn denkt wie in einem Netzwerk. Zunächst haben wir einen Sinneseindruck. Wir hören etwas. Wir sehen etwas oder fassen etwas an und fühlen es. Daraufhin entsteht ein Gedanke. Und in der Nähe der Hirnzellen, die diesen Gedanken produzieren, liegen Gehirnzellen, die ähnliches denken hervorrufen. Durch das verknüpfende Denken werden bei einem negativen Gedanken immer weitere negative Informationen gefunden. Diese liegen in der Nähe weiterer negativer Inhalte. Das Denken dreht sich nur noch um einen Kern, negative Inhalte.

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Schlechte Gedanken sind antrainiert

Prof. Tobias Esch (Hochschule Coburg) konnte in Studien und Versuchen nachweisen, dass negative Gedanken weitere negative Gedanken fördern. Laut dem Neurowissenschaftler geht dieser Teufelskreis sogar noch weiter. Durch ständiges negatives Denken trainieren wir die dafür zuständigen Bereiche unseres Gehirns. Es wird dadurch noch leistungsfähiger im Finden negativer Informationen im Alltag.

Negative Gedanken abschalten

Möglicherweise macht ein Mensch häufig schlechte Erfahrungen. Er trifft immer wieder auf böse Mitmenschen. Er erleidet Niederlagen. Dadurch schult er seine Aufmerksamkeit darin nur noch diese Informationen aufzunehmen.

Die Folge kann sein, dass positive Erlebnisse nicht mehr wahrgenommen werden. Auch hier kommt wieder die berühmte langsamste Schlange an der Supermarktkasse ins Spiel. Möglicherweise wurde das Gehirn über Jahre darauf trainiert negative Eindrücke aufzusaugen. Daraufhin bleibt die langsame Kasse im Supermarkt haften. Die unzähligen Male an einer schnellen Kasse werden von einem derart geschulten Hirn nicht mehr wahrgenommen.

Zusätzlich spielt die Wortwahl eine Rolle. Benutzen Sie positive Worte, positive Sprache. Denn die gute Nachricht ist, was mit negativen Gedanken funktioniert, funktioniert auch mit positiven. Achten Sie im Alltag darauf, wie Sie formulieren. Denn häufig wiederholte Aussagen wirken wie Autosuggestionen in der Selbsthypnose. Benutzen Sie wohltuende Formulierungen.

Trainieren Sie Ihr Hirn positive Dinge zu erkennen und zu nutzen.

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