Selbsthypnose bei Migräne – Einführung

Mit diesem Artikel beginnen wir eine Artikelserie zum Thema – Selbsthypnose bei Migräne -. Gastautorin Dr. med. Nadine Pister wird darin ihren Umgang mit Migränepatienten schildern. Die Leser werden Werkzeuge an die Hand bekommen, wie sie mit Selbsthypnose ihre Symptome positiv beeinflussen können und zu einem normalen Alltag zurückfinden.
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…als würde sich das Gehirn zusammenziehen!

Migräne ist ein Phänomen mit einer Fülle an Ausprägungsformen. Sowohl Dauer, als auch Symptomatik sind äußerst verschieden. Es sind eine Vielzahl an sogenannten Triggern (Auslösefaktoren) bekannt, die von Stress über hormonelle Ursachen, den Konsum bestimmter Nahrungsmittel, Schlafentzug, bis hin zu Wettereinflüssen und anderen Umweltfaktoren reichen.

Bis heute ist die Ursache der Entstehung eines Migräneanfalls nicht geklärt. Anhand von Untersuchungen und Studien, die an Patienten während eines solchen Anfalls durchgeführt wurden, entstanden zahlreiche Hypothesen.

Im Vorgespräch mit Migränepatienten fällt mir auf, dass diese ihre Beschwerden und Symptome prompt und ganz präzise beschreiben können. Sie berichten von einseitigem Reißen im Kopf. Erzählen von kaum erträglichen Spannungszuständen, die vom Nacken, über die Wangen zur Schläfe wandern von enormem Druck auf einem Auge. Ebenfalls berichten einige Patienten vom Zusammenziehen des Gehirns und vielen qualvollen Dingen mehr…

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Schon beim Auftreten der ersten Symptome geraten viele meiner Patienten in eine Gedankenspirale, die sich ausschließlich um den Schmerz und die Einschränkungen der kommenden Stunden/Tagen dreht. Oft endet dies in der Einnahme eines Medikaments, um den Alltag in vollem Umfang weiterführen zu können oder im Bett eines abgedunkelten Zimmers mit schlechtem Gewissen, weil die Arbeit nicht in gewünschtem Maße bewältigt wurde.

Interessant ist die Tatsache, dass keiner meiner Patienten eine ähnlich schnelle Antwort, wie oben geschrieben bei der Frage nach dem Gefühl während eines Migräneanfalls, parat hat, wenn ich nach dem gewünschten Gefühl im symptomatischen Bereich frage. Meist folgt ein fragender Blick, ein dezentes Schulterzucken und als Antwort „Ich möchte, dass es sich normal anfühlt!“.

Selbsthypnose bei Migräne

Selbsthypnose ist eine hervorragende Technik, um Migräne zu beeinflussen. Deshalb ist es wichtig Zu wissen, wie sich der betroffene Bereich anfühlen soll. Das ist für das Gelingen eine Grundvoraussetzung!

Denn nur, wenn Sie wissen, was Sie wollen, können Sie Einfluss nehmen!

Dabei ist es gleichgültig, ob Sie Ihre Gefühle vor oder während eines Anfalls beeinflussen möchten oder aber die beeinträchtigte Funktion, die Sie für die Ursache Ihrer Migräne ausgemacht haben.
Deshalb ist es wichtig, dass Ihre Formulierungen zur Beschreibung Ihrer Wünsche für Sie stimmig sind und zu Ihnen passen.

Ihre Selbsthypnose ist so individuell, wie Ihre Art der Migräne.

Im zweiten Teil wird ein beispielhafter Ablauf einer Selbsthypnose beschrieben, an dem Sie sich bei Ihrer Hypnose orientieren können…
(Bitte beachten Sie auch unsere Erklärung.)

Gastautor: Dr. med. Nadine Pister

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