Suggestion lernen


Was haben Sie gedacht als Sie den Titel gelesen haben? Suggestion lernen. Das scheint zunächst ein seltsamer Satz zu sein. Allerdings geschieht etwas, während Sie ihn lesen. Oder besser gesagt, Sie tun etwas, während Sie ihn lesen. Vielleicht tun Sie auch erst etwas nachdem Sie die Worte gelesen haben. Jedenfalls tun Sie etwas. Sie beschäftigen sich mit der Aussage. Sehr gut. Das können Sie für Ihre Suggestion nutzen – Suggestion lernen. Lesezeit: 2 1/2 Minuten

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Die Beschäftigung mit Selbsthypnose

Wenn Sie sich mit Selbsthypnose beschäftigen, gehören SuggestionenSuggestion leitet sich ab vom lateinischen Substantiv suggestio (Hinzufügung) und dem Verb suggerĕre (z... More dazu. Denn mit diesen Formulierungen möchten Sie die Wirkung erreichen. Suggestionen sind sozusagen das Salz in der Suppe.

Wir haben in diesem Blog schon öfter darüber gesprochen, dass die Selbsthypnose kein abgeschlossenes Mysterium ist. Mystisch ist da schon mal gleich überhaupt nichts. Und abgeschlossen eben auch nicht. Selbsthypnose ist ein offenes, leicht zu lernendes Werkzeug.

Sie besteht aus mehreren Teilen oder anders gesagt aus Phasen. Zudem sind diese Teile leicht nachzuvollziehen. Und Suggestionen spielen in der Wirkphase die wichtigste Rolle.

Suggestion lernen

Bevor Sie also mit Ihrer Selbsthypnose starten, beschäftigen Sie sich mit den Formulierungen für die Wirkphase. Sie ermitteln in Ihrem Vorgespräch die entsprechenden Worte. Anschließend fühlen Sie sich in diese Worte ein. Denn Sie möchten diese mit einem positiven Gefühl verbinden. Zudem schreiben Sie diese Formulierungen noch auf. Das Aufschreiben verstärkt die Wirkung ebenfalls.

Allerdings gibt es noch viele weitere Wege Ihre Suggestionen effektiver zu gestalten. Mit einigen einfachen Techniken steigern Sie die Wirkung enorm.

Und genau darum geht es in diesem Artikel. Wir schauen uns drei zusätzliche Möglichkeiten an Ihre Ideen zu verwirklichen.

Die Stimme schwingt mit

Wie, die Stimme schwingt mit? Das ist eine berechtigte Frage. In der Selbsthypnose befinde ich mich doch in einer Trance. Soll ich jetzt laut reden, damit ich meine Stimme höre?

Nein, natürlich nicht. Es geht darum, sich die Stimme ebenfalls vorzustellen. Denken Sie immer daran, dass Sie mit einem Menschen reden. Zudem reden Sie mit dem wichtigsten Menschen in Ihrem Leben. Sie selbst.

Stellen Sie sich also bei Ihren Suggestionen vor, wie Sie mit einem geliebten Menschen sprechen. Dabei malen Sie sich aus, wie sich Ihre Stimme dabei anhören würde. In welcher Stimmlage würden Sie diesem Menschen die Suggestion näher bringen.

Suggestion lernen

Und genau darum geht es. Sie möchten Die Suggestion jemandem näher bringen. Er soll sich damit beschäftigen Und dieser „er“ sind Sie. Besser gesagt, Sie möchten bei sich selbst Interesse für Ihre Idee wecken.

Wenn Sie also, das Gefühl haben bei Ihrer Suggestion wäre ein Befehlston angebracht, dann stellen Sie sich diesen „Ton“ vor. Allerdings, wer lässt sich schon gerne Befehle erteilen. Möglicherweise ist ein sanfter, verständnisvoller Ton wirkungsvoller. Dann arbeiten Sie mit dieser Stimmlage.

Variieren Sie die Stimme. Es ist auch hier wichtig auszuprobieren. Manchmal ist es tatsächlich hilfreich etwas mit eindringlichem Ton zu formulieren. Dann tun Sie es. Achten Sie auf Ihr Gefühl dabei.

Können Sie es sich vorstellen?

Ein weiterer Punkt ist, dass Sie sich Ihre Suggestion auch wirklich vorstellen können. Sie läuft nämlich ins Leere, wenn Ihr Unbewusstes überhaupt nicht weiß, wovon Sie da reden. Ihre Idee muss für Sie einen Sinn ergeben und vorstellbar sein.

Es heißt immer wieder man müsste ein Bild davon entwickeln. Das ist hilfreich. Es ist kein Dogma. Das Gefühl bei der Vorstellung ist viel wichtiger. Es ist wichtig, dass es glaubwürdig ist.

Denken Sie an einen Traum, in dem Sie aus eigener Kraft fliegen. Es ist schwer vorstellbar, dass Sie sich bei einem realen Spaziergang plötzlich in die Luft erheben und davon fliegen. Wenn das auch manchmal wünschenswert ist. Sie können sich im Traum zwar vorstellen zu fliegen. Und Sie haben ein Bild. Schließlich träumen Sie davon. Allerdings ist es wenig glaubwürdig.

Und um diesen Punkt geht es. In einem Traum, in dem Sie fliegen geht es nämlich um das Gefühl dabei. Sie fühlen sich leicht, beschwingt, energiegeladen. Es ist ein durch und durch positives Gefühl. Darum geht es.

Mit Vorstellung ist also nicht das Bild gemeint, sondern das Gefühl. Sie benötigen Suggestionen, die Sie sich auch glauben. Das Gefühl, das Sie dabei empfinden soll Ihnen Glaubwürdigkeit vermitteln. Und dieses Gefühl sollte positiv sein.

Kurze Sätze

Und was ist mit dem Titel dieses Beitrags? Sie erinnern sich. Suggestion lernen. Im ersten Absatz steht es würde etwas passieren, wenn Sie so einen Satz lesen. Was sollte da passieren?

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Sie ergänzen den Satz. Zunächst ist „Suggestion lernen“ kein vollständiger deutscher Satz. Das Subjekt fehlt. Und das haben Sie beim lesen ergänzt. Wer lernt Suggestion? Und der Zusatz zum Prädikat fehlt ebenfalls. Was lernen Sie? Lernen Sie es kennen oder anwenden oder formulieren? Auch diesen Zusatz haben Sie in Gedanken ergänzt.

So, genug mit der Deutschstunde (die war ohnehin rudimentär 😉 ). Widmen wir uns der Wirkung solcher Ergänzungen. Wir haben mit diesem kurzen unvollständigen Satz erreicht, dass sich Ihr Unterbewusstsein damit beschäftigt hat. Das ist eine gern benutzte Technik in der Fremdhypnose.
Der Hypnotiseur lässt Worte oder Endungen weg. Manchmal bleiben ganze Satzteile aus. Dadurch wird der Klient dazu gebracht die Sätze zu ergänzen. Und diese Ergänzungen sind seine Ideen. Sein Unbewusstes beschäftigt sich weitaus mehr mit den Vorschlägen des Hypnotiseurs.

Spielen Sie mit solchen Satzkonstruktionen. Formulieren Sie Ihre Suggestion doch einmal unvollständig. Verkürzen Sie Ihre Ideen auf zwei oder höchstens drei Worte. Und dabei achten Sie auf Ihre Gedanken. Möglicherweise entdecken Sie dadurch neue Wege. Formulieren Sie bewusst etwas offener.

Spielen Sie mit dem Satzbau Ihrer Suggestionen
Interessantes aus dem Netz
Wikipedia: Émile Coué (der Vater der Autosuggestion)

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