Suggestionen formulieren

In der Selbsthypnose wird, genauso wie in der Hypnose, mit der Technik der Suggestion gearbeitet. Weil diese speziellen Formulierungen direkt an das Unterbewusstsein gerichtet werden, sorgen sie für die entsprechende Wirkung während der Selbsthypnose. Doch wie wendet man so eine Suggestion richtig an? Wie können Sie effektive SuggestionenSuggestion leitet sich ab vom lateinischen Substantiv suggestio (Hinzufügung) und dem Verb suggerĕre (z... formulieren?
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Suggestion leitet sich ab vom Lateinischen Substantiv suggestio (Hinzufügung) und dem Verb suggerĕre (zuführen). Leider wird suggerieren oft mit manipulativer Einflussnahme übersetzt. Allerdings ist das für unsere Zwecke eine ungeeignete Deutung. Da das Wort Manipulation ist bei den meisten Menschen negativ besetzt. Wenn jemand von Manipulation redet, meint er oft eine Beeinflussung gegen den Willen der Beteiligten. Jedoch ist das bei Hypnose und im Speziellen bei der Selbsthypnose schlicht unmöglich, da Sie die Selbsthypnose selbst durchführen . Wie wollen Sie das gegen Ihren Willen bewerkstelligen? Eben. Das ist unmöglich.

Vom Umgang mit Suggestionen

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Widmen wir uns dem positiven Aspekt von Manipulation. Das Wort stammt ebenfalls aus dem Lateinischen von manus (Hand) und plere (füllen) ab. Das bedeutet so viel wie „etwas in der Hand haben“. Jetzt hört sich Manipulation plötzlich viel positiver an. Denn Sie haben es in der Hand. Es liegt in Ihrer Macht. Suggestionen, mit denen Sie sich manipulieren möchten, geben Ihnen Macht über sich selbst. Das ist in der Selbsthypnose äußerst praktisch.

Für die Anwendung Ihrer Suggestionen gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Direkt
  2. Indirekt
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Suggestionen formulieren

Die direkte Suggestion wird wie ein Befehl formuliert. „Es geht mir gut“. „Ich fühle mich wohl“. Mit diesen Formulierungen stellen Sie fest, wie Sie sich gerade fühlen oder Sie befehlen sich, wie Sie sich gerade fühlen sollen. Genau das macht die Wirkung einer direkten Suggestion aus. Die Wechselwirkung zwischen Feststellung (Es ist bereits so) und dem Befehl (Es wird so gemacht) bringt unser Unterbewusstsein dazu, sich mit dem Kern der Suggestion zu beschäftigen, dem Gutgehen und dem Wohlfühlen.

Bei der indirekten Suggestion machen wir uns einen anderen Umstand zu nutze.

Jeder Mensch weiß, dass es einem gut gehen darf, zu jeder Zeit“.

Ich erlaube mir mich wohl zu fühlen, jetzt oder später, wann immer es mir gut tut“.

Wenn Sie Ihre Suggestionen auf diese Art formulieren schlagen Sie Ihrem Unterbewusstsein ein Schnippchen. Zu Beginn steht eine Aussage, die das Unterbewusstsein auf etwas anderes lenkt als den Kern der Suggestion . Es beschäftigt sich mit „Jeder Mensch weiß…“ oder „Ich erlaube mir…“. Danach wird sich das Unterbewusstsein fragen „Was denn?“. Wenn Sie nach diesen Aussagen eine kurze Pause machen, verstärken Sie die Wirkung noch. Unser Unterbewusstsein ist sehr neugierig. Die nachfolgende Kernsuggestion wird nun bereitwilliger aufgenommen. Dadurch wird sich damit beschäftigt. Anschließend darf das Unterbewusstsein entscheiden, ob es sich gleich damit beschäftigt oder später. Wir haben unsere Suggestion dadurch an einem möglichen Widerstand vorbeigeschleust.

Ob Sie direkt oder indirekt formulieren, hängt von Ihrem Gefühl ab. Entscheiden Sie sich je nach Tagesform. Manchmal fühlen wir uns mit einer direkten Formulierung wohl, manchmal ist eine indirekte angenehmer.

Wirkungsvolle Suggestionen formulieren
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Wikipedia: Suggestion

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