Was ist Selbsthypnose?

Hatten Sie auch schon einmal den Gedanken sich von einer unliebsamen Gewohnheit zu befreien? Vielleicht wollten Sie mit dem Rauchen aufhören. Oder Sie wollten in Urlaub fliegen und haben Flugangst. Möglicherweise haben Sie schlichtweg nach einem Instrument gesucht, um an Ihrer Persönlichkeit zu arbeiten. Dabei unterstützt Selbsthypnose. Nur, was ist das? Was ist Selbsthypnose?

Matthias Werner - Was ist Selbsthypnose?
Matthias Werner – Was ist Selbsthypnose?
Bei der Suche sind Sie dann auf Hypnose oder Selbsthypnose gestoßen.

Wenn man sich noch nie mit diesem Thema beschäftigt hat, tauchen dann oft die Bilder aus irgendwelchen Fernsehshows auf. Und vielleicht haben Sie sich gefragt, was das überhaupt ist. Um was geht es dabei? Was ist Selbsthypnose und was macht es so interessant für die Persönlichkeitsentwicklung?

Hypnose gehört zu Ihrem Alltag

Hypnose ist ein völlig natürlicher Zustand. Deshalb hat ihn auch jeder schon einmal erlebt. Dieser Zustand gehört zu unserem Alltag. Allerdings ist uns das oft nicht bewusst. Im Grunde genommen versetzen Sie sich mehrfach am Tag in eine leichte hypnotische Trance und wissen es gar nicht.

Werden Sie zum Selbstbeeinflusser!

Wenn Sie ein spannendes Buch lesen, sind Sie häufig schon in diesem besonderen Zustand. Das Buch regt Ihre Fantasie an. Dadurch entstehen Bilder in Ihrem Kopf. Sie „driftren“ weg. Ihre Vorstellungskraft nimmt Sie soweit gefangen, dass Sie gar nicht hören, wenn Sie angesprochen werden. Sie befinden sich in einer Form von Hypnose.

Der Text nimmt Sie mit auf eine mentale Reise. Sie erleben den Stoff. Dadurch entstehen Gefühle, Bilder und alle möglichen Wahrnehmungen. Diese finden nur in Ihrem Kopf statt. Sie sind in sich. Sie nehmen die Umwelt wie durch einen Filter wahr. Entsprechend werden manche Reize von außen ausgeblendet.

Auch kurz vor dem Einschlafen zeigt sich dieser besondere Zustand. Kennen Sie diesen Moment, wenn Sie anfangen einzuschlafen? In diesem Moment verschwimmen die Geräusche um Sie herum. Sie schlafen noch nicht und sind auch nicht wirklich wach. Sie befinden sich in einem Zustand dazwischen. Kurz vor dem Einschlafen versetzen Sie sich selbst in eine hypnotische Trance ohne es zu merken.

Was ist Selbsthypnose? – Völlig normal!

Émile Coué – Der Vater der Autosuggestion
„Es geht mir mit jedem Tag in jeder Hinsicht immer besser und besser!“ (Émile Coué).

Persönlichkeit Mit diesem berühmten Satz hat Émile Coué schon in den 1890er Jahren seine Mitmenschen unterstützt. Coué war ursprünglich Apotheker. Allerdings studierte er zusätzlich Psychologie. Nachdem er seine Apotheke übernommen hatte, stellte er fest, dass er die Wirkung seiner Mittel noch steigern konnte, wenn er dem Kunden etwas positives dazu sagte.

Das bestätigte ihn immer mehr. Bis er sich eben zusätzlich mit der Psychologie auseinandergesetzte. Er lebte 1857 bis 1926. In dieser Zeit hat er sein System der Autosuggestion immer weiter verfeinert. Er wollte es seinen Patienten ermöglichen sich selbst zu helfen.

Schließlich wurde seine Methode so erfolgreich, dass er sein Apothekerdasein aufgab. Daraufhin reiste er zunächst durch sein Heimatland Frankreich und verbreitete seine Lehre. Später weitete er sein Wirken bis in die USA aus.

Dabei war Coué auch noch eine herausragende Persönlichkeit. Trotzdem er mit seinen Sitzungen große Hallen füllte, half er meist unentgeltlich. Und das tat er obwohl die Menschen aus ganz Europa zu ihm kamen und viele seiner Heilungserfolge gut dokumentiert sind.

Jeder Gedanke in uns ist bestrebt, wirklich zu werden (Émile Coué).

Quelle: Journal of Experimental Social Psychology Exposure effects in the classroom: The development of affinity among students

Was passiert im hypnotischen Zustand?

In Hypnose sind Sie bei sich selbst. Sie sind dabei nach innen gerichtet. Auch bei vielen Arten der Meditation wird die Aufmerksamkeit nach innen gelenkt. Meist geschieht das durch bewusstes Atmen. Oder durch fokussieren auf den Herzschlag. Dadurch werden Körpereigene Abläufe ins Zentrum gerückt.

Wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Abläufe in Ihrem Körper richten, kommen Sie immer mehr zu sich selbst. Die Atmung läuft unbewusst ab. Dadurch, dass Sie sich bewusst damit beschäftigen und darauf achten, kommen Sie zur Ruhe. Und diese Entspannung ermöglicht es Ihnen dann sich mehr und mehr mit sich selbst zu beschäftigen.

Sie haben in einer hypnotischen Trance die Möglichkeit Ihr Unbewusstes anzusprechen. Weil Sie die Außenwelt leicht abkapseln. Dabei nehmen Sie oft immer noch wahr, was um Sie herum vor geht. Allerdings spielt es keine große Rolle mehr. Ihr Unterbewusstsein kommt nach vorne und ist direkter ansprechbar, als das normalerweise der Fall ist.

Besser gesagt befinden Sie sich jetzt in einem Zustand, in dem Sie sich leicht selbst beeinflussen können. Sie können Einfluss auf Bereiche nehmen, die sonst automatisch ablaufen. Sie gewinnen mehr und mehr Kontrolle über sich selbst.

Was ist Selbsthypnose und was ist Hypnose?

„Gibt es einen Unterschied zwischen Hypnose und Selbsthypnose?“

Diese Frage stellen mir auch meine Klienten immer wieder. Dabei ist die Antwort ganz einfach. Nein! Es ist dasselbe. Der Zustand ist bei einer Hypnose der gleiche, einer bei einer Selbsthypnose. Schließlich befinden Sie sich jeweils in einem gelassenen Zustand und arbeiten mit Ihrem Unbewussten.

Jede Hypnose ist Selbsthypnose.

Es gibt lediglich einen Unterschied in der Einleitung. Während bei einer Hypnose die Einleitung von einer anderen Person unterstützt wird, tun Sie das bei der Selbsthypnose eben selbst. Das sagt ja auch schon der Name. Dadurch haben Sie die komplette Kontrolle über den Ablauf der Sitzung.

Die Kontrolle über den Zustand und was Sie dabei tun und erleben haben Sie ohnehin. Während der Hypnotiseur Vorschläge macht entscheidet Ihr Unterbewusstsein ob es diese annimmt. Sie tun in einer Trance nichts, was Ihrem Weltbild und Ihrer Moral widerspricht. Dafür sorgt Ihr Unterbewusstsein.

Trotzdem kann es manchmal hilfreich sein mit einer Hypnose zu beginnen. Eine Hypnose, die von einem Coach unterstützt wird, bietet die Chance Erfahrung zu sammeln. Dabei können Sie lernen den gewünschten Zustand alleine zu erreichen. Genaugenommen kann Ihnen eine Hypnosesitzung als Training dienen. Sie trainieren dabei in eine Trance zu gelangen.

Anschließend können Sie Ihre Erfahrung nutzen, um selbst eine Hypnose zu indizieren. Dafür gibt es vielfältige Möglichkeiten. Und auf die-selbsthypnose finden Sie dazu zahlreiche Informationen.

Die Selbsthypnose
  • Ihre Selbsthypnose können Sie immer genau dann ausüben, wenn sie benötigt wird.
  • Sie können sie sooft anwenden, wie Sie möchten
  • Deshalb ist Selbsthypnose ein gutes Werkzeug für den Umgang mit alltäglichem Stress<
  • Es ist eine ganz persönliche und intime Methode.
  • Selbsthypnose kann darüberhinaus eine wertvolle Ergänzung zu anderen mentalen Techniken sein.

Wie läuft eine Selbsthypnose ab?

Ihre Selbsthypnose beginnt mit der Vorbereitung. Während bei einer Fremdhypnose ein Gespräch mit einem Coach stattfindet, führen Sie bei der Selbsthypnose ein Gespräch mit sich selbst. Sie ermitteln Ihre Wünsche für die Sitzung. Dabei überlegen Sie sich worum es Ihnen geht. Um bei diesem Selbstgespräch effektiv zu bleiben finden Sie auf die-selbsthypnose jede Menge Tipps.

Was ist Selbsthypnose?

Anschließend leiten Sie Ihre Trace mit leichten Entspannungstechniken ein. Hierbei geht es darum in einen gelassenen Zustand zu gelangen. Denn dadurch erreichen Sie Ihr Unterbewusstsein besser.

Jetzt wird zunächst die Trance vertieft, um dann mit Ihren Suggestionen zu arbeiten. Im Vorgespräch haben Sie geklärt, worum es geht. Die Suggestionen setzen das jetzt um.

Nachdem Sie Ihre Suggestionen einige Male wiederholt haben, treten Sie in die Phase der Wirkung. Dabei lassen Sie Ihre Vorschläge an das Unbewusste wirken. Sie sind in einem gelassenen Zustand und Ihr Unterbewusstsein beschäftigt sich mit Ihren Wünschen. Perfekt!

1. Vorgespräch
2. Induktion
3. Vertiefen
4. Wirken
5. Ausleiten

Schließlich geht es an die Ausleitung Ihrer Selbsthypnose. Sie kehren wieder in den Normalzustand zurück. Während dieser Phase stellen Sie mit geeigneten Mitteln sicher, dass Ihr unbewusster Teil auch im Alltag an dem gewünschten Thema arbeitet.

Viel Spaß beim experimentieren mit Ihrer persönlichen Selbsthypnose. Holen Sie sich hilfreiche Anregungen und Tipps in unserem Blog.

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