Schädliche Selbsthypnose – Unbewusste Eitelkeit

Schädliche Selbsthypnose ist möglicherweise auch in Deinem Alltag allgegenwärtig. Wie kann das sein. Denn möglicherweise bemerkst Du es überhaupt nicht. Und genau darum geht es. Schädliche Selbsthypnose läuft meist unbewusst in unserer normalen Kommunikation ab. Wie kannst Du schädliche Selbsthypnose erkennen und was kannst Du dagegen tun? [ Lesezeit: 4 1/2 Minuten]

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Ungesunde Sprache im Alltag

Schädliche Selbsthypnose entsteht oft durch eine ungesunde Sprache. Und diese ungesunde oder problematische Sprache schleicht sich in unseren Alltag ein. Dadurch kann es zu unangenehmen Folgen für die Gesundheit kommen. Denn die schädlichen Formulierungen in der eigenen Sprache schleichen sich leicht am kritischen Bewusstsein vorbei. Dann gelangen sie ungefiltert ins Unbewusste. Dort entfalten sie dann ihre verhängnisvolle Wirkung.

Achte auf Deine Worte

Achte auf Deine Worte! Warum sollte das denn so wichtig sein. Wo doch so viel darüber geredet wird, dass Taten wichtiger sind als Worte. ..

 Achte auf Deine Worte

Allzu oft reden wir im Alltag von Problemen schon fast verherrlichend. Okay, das mag natürlich niemand gerne hören. Allerdings ist die Wirkung eines solchen Sprachgebrauchs alles andere als gut. Deshalb lohnt es sich durchaus, sich einige Gedanken darüber zu machen.

Wenn ich das schon höre! Ich kann Dir mal sagen, was Kopfschmerzen sind.

Vielleicht hast Du solche Sätze auch schon gehört. Möglicherweise hast Du solche oder ähnliche Sätze sogar selbst schon gebraucht. Leider wird eine solche Sprechweise fast ausschließlich bei negativen Ereignissen oder Empfindungen gebraucht. Im Zusammenhang mit Stress und Allergien sind diese Formulierungen sehr häufig zu finden.

Wie entsteht schädliche Selbsthypnose?

In der Hypnose wird mit Suggestionen gearbeitet. Dabei wird im Grunde die Arbeitsweise unseres Gehirns benutzt. Es geht beim Denken assoziativ vor. Jeden Tag, jede Sekunde werden im Hirn neue Verknüpfungen hergestellt. Und diesen Verknüpfungen folgt das Denken.

Der Umgang mit negativen Glaubenssätzen

„Das lerne ich nie!“ Kennst Du solche Sprüche? Negative Glaubenssätze wie dieser spielen in unserem Leben schon beinahe eine zentrale Rolle…

Der Umgang mit negativen Glaubenssätzen

Denkst Du an das Wort Zitrone, fallen Dir sofort mehrere Begriffe ein. Beispielsweise denken manche Menschen direkt an „sauer“, „gelb“ oder an „Sommer“ im Eiscafe.

Mit Suggestionen lassen sich diese Verknüpfungen gewinnbringend einsetzen. Okay, jetzt müssen wir allerdings mal kurz den schönen Sommertag mit einem leckeren Eis und dem dazugehörigen Genuss verlassen… und? Möglicherweise warst Du jetzt auch gerade ein klein wenig enttäuscht. Denn genau darum geht es bei Suggestionen.

Gefühle werden erzeugt

Es werden mit bestimmten Formulierungen Assoziationen und Gefühle erzeugt, mit denen das angesprochene Gehirn dann arbeiten kann. Im vorhergehenden Absatz wurde durch die kurze Schilderung eine positive Stimmung erzeugt und dann mit dem letzten Wort eine Enttäuschung hervorgerufen. In der Hypnose ist es wünschenswert, dass letzte Wort wegzulassen. Dann wird mit der Formulierung nämlich eine gute Stimmung erzeugt.


Und das erfolgt ohne einen Befehl dazu. Der Klient macht das selbst. Er verbindet die benutzten Worte mit weiteren Begriffen und erzeugt dadurch die Stimmung. Auf direkte Befehle reagieren viele Menschen mit Widerstand. Deshalb unterlaufen Suggestionen und Affirmationen spielerisch unser Kritikbewusstsein. Denn die Verknüpfungen vollführt das hörende Hirn alleine.

Leider wird es im Alltag exakt so gemacht wie dem Beispiel mit der Eisdiele. Es werden negative Folgen provoziert. Der Sprecher nutzt Begriffe oder Formulierungen ,die eine negative Konsequenz hervorrufen. Bei uns war es das Wörtchen „verlassen“.

Schädliche Selbsthypnose: Ein Teufelskreis

Kommen wir doch kurz zurück zu dem Spruch weiter oben.

Wenn ich das schon höre! Ich kann Dir mal sagen, was Kopfschmerzen sind.

Wie richtet der Sprecher hier Schaden an? Wodurch können sich hier negative Konsequenzen ergeben?

Zunächst wird mit der ersten Aussage die Rede des Gesprächspartners abgewertet. Das hat schon mal negative Folgen für den Anderen. Allerdings kommt anschließend eine Formulierung, die es in sich hat. Und beim Sprecher selbst Schaden anrichten kann. Das erschreckende daran ist, dass uns diese Formulierungen im Alltag andauernd begegnen. Die schädliche Selbsthypnose wird dadurch auch noch zum Selbstläufer.

ICH kann Dir mal sagen, was Kopfschmerzen sind.

Suggestionen richtig formulieren

In der Selbsthypnose wird, genauso wie in der Hypnose, mit der Technik der Suggestion gearbeitet. Weil diese speziellen Formulierungen direkt an das Unterbewusstsein gerichtet werden…

Suggestionen richtig formulieren

Ein Wettbewerb entsteht

Damit wird ausgedrückt, dass der Vortragende schlimmere, größere, stärkere, elendere und vernichtendere Kopfschmerzen hat als der mit dem er redet. Und sein Gesprächspartner hat vermutlich schon über seine starken Kopfschmerzen geredet. Dieser wird sich jetzt wehren und seine Schmerzen rechtfertigen und herausstellen. Es beginnt ein Wettbewerb darum, wer die stärkeren Kopfschmerzen hat. Die Sprecher schaukeln sich dabei hoch.

Durch diese Sprechweise wird es für unser Unterbewusstsein sehr schnell erstrebenswert starke Kopfschmerzen zu haben. Durch das dauernde Rechtfertigen und hervorheben können wir unseren unbewussten Teil davon überzeugen, wir müssten starke Kopfschmerzen haben.

Schädliche Selbsthypnose: Die Folgen im Alltag

Das schädliche an der genannten und ähnlichen Formulierungen ist, dass dadurch unterbewusst Stolz erzeugt wird. Denn eine Aussage, die betont, dass ICH der einzige bin, der weiß was Kopfschmerzen sind, macht mich zum Sieger im Wettkampf. Und dann fliegt uns das Konstrukt sehr schnell um die Ohren.

Um es deutlich zu sagen, Kopfschmerzen sind alles andere als angenehm. Sie können den Alltag erheblich beeinflussen. Und eine echte Migräne ist für den Betroffenen sehr schlimm. Es ergibt nur überhaupt keinen Sinn, diesem Leiden auch noch dadurch Kraft zu verleihen, dass ich es zu etwas besonderem mache. Durch Aufwertung nehmen die Schmerzen nämlich ZU und NICHT ab.

Wenn ich hervorhebe, dass ich der Einzige mit echten Kopfschmerzen bin, bin ich stolz darauf. Ich bin stolz auf meine Krankheit, wenn ich betone, dass mir KEINER helfen kann. Meinen Stolz drücke ich auch aus, wenn ich ausdrücklich auf die unglaublich starken Arzneimittel aufmerksam mache, die ich nehmen MUSS.

Unbewusste Suggestionen

Und auch das möchte ich an dieser Stelle deutlich machen. So etwas machen wir nicht bewusst. Und genau da liegt auch das Problem. Die genannten Ausdrucksweisen verlassen unseren Mund, ohne das wir uns großartig Gedanken darum machen. Und genau dann werden sie im Unterbewusstsein sehr effektiv aufgenommen.

Genau diesen Effekt nutzen wir ja auch bei der helfenden und heilenden Selbsthypnose. Es werden Suggestionen formuliert, die an der Kritik vorbeigeschleust werden. Dadurch können sie ihre Wirkung voll entfalten.

Sprache erschafft Wirklichkeit

“Du redest Dir das ein!” Haben Sie diesen Ausspruch auch schon benutzt? Zunächst hat Sie jemand völlig unverfänglich gegrüßt. Dann hat er Ihnen sein Leid geklagt…

Sprache erschafft Wirklichkeit

Leider funktioniert das auch in der negativen Richtung. Und das ist die schädliche Selbsthypnose, die in den Formulierungen von oben stecken. Denn wenn ich mit unbedachten Äußerungen einen unterbewussten Stolz auf die Krankheit auslöse, ist das Unterbewusstsein schnell geneigt, die Krankheit zu verstärken. Und das kann UNMÖGLICH in Deinem Interesse liegen.

Suggestionen: Verdächtige Formulierungen

Die Lösung ist recht spielerisch möglich. Um die schädliche Selbsthypnose abzuwenden, ist es lediglich notwendig sich die bedenklichen Formulierungen im Alltag bewusst zu machen. Alleine durch den bewussten Umgang mit der Sprechweise schreitet unser Kritikzentrum ein. Dadurch bekommen wir die Möglichkeit auf die Gefühle dahinter Einfluss zu nehmen. Die Sätze können jetzt keinen Schaden mehr anrichten. Denn Du kannst Dir dadurch klar machen, was passieren KÖNNTE.

Die folgende Auflistung soll dabei als Denkanstoß dienen. Es sind alles Formulierungen, die ich in Seminaren oder in Coachings von den Teilnehmern und Klienten höre. Und es sind alles Sätze, die den unterbewussten Stolz lostreten. Diese oder auch ähnliche Sätze sind also mit Vorsicht zu genießen.

„Diese Schmerzen kann sich doch keiner vorstellen!“
„Ich habe schon alles probiert!“
„Mir kann da eh keiner helfen!“
„Ach, das habe ich auch schon probiert!“
„Was soll ich denn noch alles machen!“
„Ich bin da wohl ’ne Ausnahme!“
„Die Ärzte haben doch keine Ahnung!“

Schädliche Selbsthypnose bewusst machen

Mach Dir Deine Äußerungen über Krankheiten oder auch andere Missstände bewusst. Dadurch erhälst Du die Möglichkeit Dich selbst zu beeinflussen. In der Folge kannst Du Deine Sprache im Alltag nämlich spielerisch leicht für positive Effekte nutzen. Lenke doch Deinen unterbewussten Stolz auf Deinen Umgang mit Deiner Gesundheit.

Sei stolz darauf, wie gesund Du bist. Hebe Deinen Stolz hervor, wenn Dein Arzt auch mit größter Anstrengung nur feststellen kann, dass Du gesund und munter bist. Bedanke Dich bei Dir und Deiner Lebensweise, dass Du Dir ermöglichst Dich selbst positiv zu beeinflussen.

Entdecke Deine Möglichkeiten!

…und zwar die positiven! 🙂

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