Was ist der Krankheitsgewinn?

Krankheitsgewinn? Das hört sich seltsam an, durch eine Krankheit einen Nutzen erzielen. Vermutlich gehst Du auch davon aus, dass wir Menschen stets versuchen eine Krankheit zu vermeiden. Wir möchten das Leiden los werden. Allerdings ist in der Medizin häufig die Rede vom Krankheitsgewinn. Was bedeutet das? Hat jemand, der einen Vorteil in seiner Erkrankung sieht nicht mehr alle Latten am Zaun? [Lesezeit: 4 1/2 Minuten]

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Krankheitsgewinn? – Ich bin doch nicht blöd

Zu Beginn gleich die gute Nachricht… Nein, niemand hat etwas am Sträußchen, weil er einen Krankheitsgewinn hat. Das ist eine völlig natürliche Sache. Leider wird sie wenig beachtet.

Das ist sehr schade. Wenn man sich diese Abläufe nämlich bewusst macht, kann man die Erkenntnisse daraus sehr gut für die Selbstheilung benutzen.

Selbsthypnose im Alltag

Selbsthypnose im Alltag findet häufig statt. Du hast im Alltag immer wieder Situationen in denen Du eine leichte Trance erreichst. Schau Dir unser Video…

Selbsthypnose im Alltag

Schauen wir uns doch zunächst einmal an, was Krankheitsgewinn überhaupt bedeutet. Anschließend werfen wir einen Blick auf die Folgen davon.

Und dann werden wir uns einige Gedanken darüber machen, wie wir diese Gedanken für die Gesundheit nutzen können.

Die Rolle des Gehirns bei der Krankheit

Sich diese Vorgänge bewusst zu machen ist ein wichtiger Punkt. Niemand wünscht sich nämlich BEWUSST eine Krankheit oder ein anderes Leiden. Unser Gehirn macht allerdings manchmal sehr komische Sachen.

Dabei handelt es immer zu unserem Wohle. Ist ja auch sinnvoll. Immerhin gehört das Gehirn zum Körper. Wenn dieser Schaden nimmt, nimmt das Gehirn auch Schaden.

Und trotzdem sind die Handlungen, die unser Denkorgan ausführt, manchmal nicht so leicht nachzuvollziehen. Im Grunde betreibt es hin und wieder eine negative Selbsthypnose. Dann schädigen wir uns selbst unterbewusst und glauben dabei etwas Positives zu tun.

Nur, wo kann bei einer Krankheit ein Nutzen liegen? Wie schafft es unser Hirn, daraus Gewinn zu schlagen? Die Antwort ist überraschend einfach.

In der Selbsthypnose wird, genauso wie in der Hypnose, mit der Technik der Suggestion gearbeitet. Weil diese speziellen Formulierungen direkt an das Unterbewusstsein gerichtet werden, sorgen sie für die entsprechende Wirkung während der Selbsthypnose.

Der Nutzen einer Krankheit – Die Definition

Bei unserem Thema geht es darum, zu verstehen wie wir mit Krankheiten umgehen. Wir wollen uns damit die Einstellung zu den Beschwerden bewusst machen. Denn es geht hier auf die-selbsthypnose.de natürlich um die Gesundheit.

Und wenn einem der vermeintliche Gewinn eines Leidens erst einmal bewusst wird, kann man auch damit arbeiten. In der Folge verbessert sich die Gesundheit. Das ist es, was wir möchten. Wir möchten gesund werden, sein und bleiben.

Und der Krankheitsgewinn gibt dafür Ideen. Er besagt nämlich, dass wir aus einem Gebrechen immer mindestens einen Nutzen ziehen. Es können allerdings auch mehrere sein. Deshalb wird die Definition meist in drei Teile gegliedert.

Die Medizin unterscheidet den primären, einen sekundären und einen tertiären Effekt einer Krankheit.

Das Unterbewusstsein programmieren

Worauf kommt es an, wenn ich mein Unterbewusstsein programmieren möchten? Diese Frage taucht immer wieder auf, wenn Menschen mit Selbsthypnose…

Das Unterbewusstsein programmieren

Der primäre Krankheitsgewinn

Dieser Effekt bezieht sich auf den direkten Nutzen, den man durch eine Krankheit hat. Beispielsweise legt man sich bei einer Erkältung ins Bett und pflegt seine Ruhe.

Es geht also um die Maßnahmen, die zur Heilung oder Linderung der Beschwerden führen.

Der Gewinn besteht darin, dass Ruhe und Selbstfürsorge ohnehin gut sind. Und in dem Fall einer Erkältung haben wir durch die Bettruhe den zusätzlichen positiven Effekt auch etwas für das allgemeine Wohlbefinden zu tun.

Der sekundäre Krankheitsgewinn

Hierbei geht es darum, dass ein Nutzen entsteht, der nicht direkt mit der Gesundung zusammenhängt.

Das könnte bedeuten, dass jemand wegen der Erkältung nicht zur Arbeit muss oder ein ungeliebter Termin flach fällt.

Der Nutzen entsteht hier also indirekt. Das Fernbleiben von dem Termin wird als angenehm empfunden, hat allerdings keinen direkten Bezug zur Heilung. Die Krankheit wird gewissermaßen vorgeschoben.

Der tertiäre Krankheitsgewinn

Der tertiäre Krankheitsgewinn entfernt sich noch weiter von der eigentlichen Beschwerde. Hierbei bezieht sich der Nutzen auf das Umfeld des Erkrankten.

Zum Beispiel könnte ein pflegender Angehöriger sich durch seine Pflege wichtig und gebraucht fühlen.

Der Gewinn wird auf Personen im sozialen Umfeld ausgedehnt. So etwas kann man häufig bei Suchtkranken und deren Ehepartner beobachten. Der Partner erhöht sein Selbstbewusstsein durch die Hilfe, die er dem Erkrankten bietet.

Ist es schändlich Gewinn aus Krankheiten zu ziehen?

Naja, es hängt ein bisschen davon ab, von wo aus wir das betrachten 🙂 Wenn wir es beispielsweise von der finanziellen Seite aus betrachten, läuft das mit den Gewinnen recht gut.

Alleine in Deutschland hat die Pharmaindustrie im Jahre 2018 41,5 Milliarden Euro umgesetzt (Quelle: statista). Wohlgemerkt, hier geht es nur um Deutschland.

Betrachten wir also die Pharmaindustrie, ist es für viele Menschen sicher schändlich Gewinn aus einer Krankheit zu ziehen. Übrigens ist das ein Beispiel für den tertiären Krankheitsgewinn.

Positiv können wir natürlich auch ein Beispiel finden. Dazu können wir uns prima die Mitmenschen anschauen, die ihre Angehörigen pflegen.

Und, um das gleich vorwegzuschicken, dafür gebührt jedem, der das tut, ein riesiger Respekt.

Bei diesen Menschen gibt es sicherlich sehr viele, die sich voller Liebe um ihren Angehörigen kümmern. Hierbei besteht der Gewinn in den großen positiven Gefühlen, beim Pflegen. Und diese guten Gefühle zu empfinden, während man einem lieben Menschen hilft ist sicherlich nicht schändlich.

Das wollen wir dann auch zum Anlass nehmen ein für allemal festzustellen, dass ein Krankheitsgewinn für uns völlig normal ist. Es hat also niemand etwas am Sträußchen, wenn er einen Nutzen aus seiner Krankheit zieht.

„Das lerne ich nie!“ Kennst Du solche Sprüche? Negative Glaubenssätze wie dieser spielen in unserem Leben schon beinahe eine zentrale Rolle.

Den sekundären Krankheitsgewinn benutzen

Wir sollten uns also viel eher damit beschäftigen, was wir daraus machen können. Wie können wir diesen psychologischen Effekt für uns benutzen? Wie können wir einen Gewinn aus dem Krankheitsgewinn ziehen?… Hört sich komisch an? Perfekt! Das ist ein weiterer Grund sich damit zu befassen.

Wir haben schon gesehen, dass dieser Effekt nichts Mystisches oder Blödes ist. Es ist ein völlig normales Vorgehen unseres Gehirns. Und darin dürfte auch das Geheimnis liegen, dem wir uns näheren wollen.

Der Grund dafür, dass unser Denkapparat Nutzen aus einem Gebrechen zieht, ist nämlich meist sehr vernünftig. Es versucht damit eine Lösung für ein anderes Problem zu finden. Die Krankheit wird demnach nur vorgeschoben.


An dieser Stelle passt es also gut ein weiteres Mal darauf hinzuweisen, dass der sekundäre Krankheitsgewinn einen sehr guten Grund hat. Durch dieses Vorgehen löst unser Gehirn ein anderes Problem. Und das ist zunächst mal sehr gut.

Allerdings wird es schwierig, wenn aufgrund der gefundenen Lösung für das ursprüngliche Problem nicht mehr nach Alternativen gesucht wird. Und das ist leider der Fall.

Unser Gehirn arbeitet nämlich hoch ökonomisch. Das heißt, wenn es eine Lösung gefunden hat, hört es auf nach einer anderen zu suchen. In unserem Fall wird daraufhin die Krankheit als Lösung etabliert. Damit wird sie gefestigt und gerechtfertigt. Jetzt haben wir einen Grund für die Krankheit.

Mach Dir den Nutzen bewusst

Der erste (und wichtigste) Schritt ist, dass Du Dir den sekundären Krankheitsgewinn bewusst machst. Er muss nicht vorhanden sein. Allerdings lohnt es sich darüber Gedanken zu machen. Denn wenn es ihn gibt, zeigt er Dir ein noch nicht gelöstes Problem auf.

Mache Dir den Nutzen bewusst. Dadurch wird Dir auch das ungelöste Problem bewusst. Das Gute daran ist, dass Du Dich daraufhin darum kümmern kannst. Dadurch beseitigst Du im Nachgang zwei Dinge.

Du kannst Dich um das sekundäre Problem kümmern UND Du bist möglicherweise die Krankheit los. Wenn die Krankheit nämlich nur als Lösung benutzt wird, wird sie anschließend nicht mehr benötigt. Du schlägst zwei Fliegen mit einer Klappe.

Wenn das so einfach wäre…

Und auch das wollen wir klar stellen. Daran ist überhaupt nichts einfach. Wenn es einfach wäre, bräuchten wir hier nicht darüber zu reden.

Es zeigt uns allerdings auch sehr klar, dass es Perspektiven gibt. Und es wird auch deutlich, dass es im Falle eines sekundären Krankheitsgewinns, nur um Symptombeseitigung geht. Die Krankheit an sich wird vermutlich weiter bestehen.

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Wenn Dir das zugrunde liegende Problem bewusst wird und Du es angehst, besteht eine gute Chance damit auch etwas für die Gesundheit zu tun. Du unterstützt damit Deine Selbstheilung.

Ganz wichtig ist es mir wiederholt darauf hinzuweisen, dass hier keine Heilungsversprechen gegeben werde. Und Du darfst auf keinen Fall eine ärztliche Behandlung unterbrechen.

Dieser Artikel soll zum Nachdenken anregen. Und er soll dazu beitragen, dass Du Deinen Arzt und Dich selbst bei der Heilung unterstützt. Deshalb hier der Link zu unserer Erklärung

Der sekundäre Krankheitsgewinn als echter Nutzen

Mache Dir den möglichen sekundären Nutzen einer Beschwerde bewusst. Denn danach kannst Du Dich um das tatsächliche Problem kümmern. Alleine dadurch verliert die entstandene Krankheit etwas von ihrem Schrecken.

Du öffnest Dir damit Handlungsspielraum. Damit gewinnst Du Macht zurück. Du kannst etwas tun. Und diese Erkenntnis baut Stress ab. Das wiederum stärkt Dein Immunsystem und Deine Selbstheilungskräfte.

Das sind alles keine Zaubertricks. Du hast damit ein weiteres Werkzeug an der Hand selbstverantwortlich an Deiner Gesundheit zu arbeiten.

Entdecke Deine Möglichkeiten!

…viel Spaß beim Experimentieren 🙂

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