Techniken zur Selbsthypnose

Was ist mit Techniken zur Selbsthypnose gemeint? Leser fragen immer wieder nach Techniken für ihre persönliche Hypnose. Allerdings meinen sie damit in den meisten Fällen Vorgehensweisen um die Selbsthypnose einzuleiten. Es geht dabei also meistens um die Induktion der Trance. Das ist allerdings nur eine Phase im kompletten Prozess. Und mit dieser Phase beschäftigen wir uns in diesem Beitrag. Es geht um Möglichkeiten die Hypnose einzuleiten. Lesezeit: 3 1/2 Minuten

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Wie läuft die Selbsthypnose ab?

Deine persönliche Hypnose gliedert sich in fünf Phasen. Dabei ist die Einleitung allerdings nicht unbedingt die erste Phase. Obwohl die Bezeichnung „EINleitung“ das vermuten lässt.

Was ist Selbsthypnose?

Hatten Sie auch schon einmal den Gedanken sich von einer unliebsamen Gewohnheit zu befreien? Vielleicht wollten Sie eine Rauchentwöhnung machen…

Was ist Selbsthypnose?

Deine Selbsthypnose sollte damit beginnen, dass Du Dir Gedanken darüber machst, worum es Dir geht. In einer geführten Hypnose wird das in einem Vorgespräch gemacht. Und so solltest Du es auch sehen. Die erste Phase ist ein Selbstgespräch. Dabei sammelst Du Ideen, Formulierungen und Gefühle zu Deinem gewünschten Zustand.

Erst danach erfolgt die Einleitung der Trance. Hierbei wird mit einfachen Techniken zur ENTspannung gearbeitet. In dieser Phase werden der Körper und der Geist in einen gelassenen Zustand geführt. Diese Phase wird meist angesprochen, wenn jemand nach Techniken zur Selbsthypnose fragt.

In der darauffolgenden Phase wird diese Gelassenheit und Ruhe vertieft. Während diesem Teil richtet sich die Aufmerksamkeit immer mehr nach innen. Du wirst zum Zentrum Deiner Aufmerksamkeit.
Anschließend werden in der Wirkphase die Suggestionen abgesetzt. Formulierungen dafür hast Du Dir in Deinem Vorgespräch entwickelt. Durch die Vertiefung wirken die Worte meist noch intensiver.

Die letzte Phase ist dann die Ausleitung aus der Trance. Hier bringst Du Dich sanft und spielerisch zurück in Deinen normalen Wachzustand. Hierbei wird darauf geachtet, die Suggestionen in den Alltag zu übernehmen.

Die fünf Phasen der Selbsthypnose

Damit gliedert sich Deine Selbsthypnose in fünf Phasen:

  1. Vorgespräch
  2. Einleitung
  3. Vertiefung
  4. Wirken
  5. Ausleitung

Sie können eine Fantasiereise nutzen, um Ihre Selbsthypnose effektiver zu gestalten. Dabei kommt diese vorgestellte Reise einem mentalen Drehbuch gleich. Es ist ein sehr wirkungsvolles Werkzeug für Ihr Selbsthypnose.

Uns geht es in diesem Beitrag um Phase zwei. Es geht um die Einleitung, oder auch Induktion, der hypnotischen Trance.

Techniken zur Selbsthypnose

Auf die-selbsthypnose.de haben wir schon mehrfach über das Vorgehen Deiner Selbsthypnose gesprochen. Dabei geht es häufig darum, Deine Suggestionen wirkungsvoll zu formulieren. Das hat auch einen guten Grund. Die Suggestionen sind das Werkzeug, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Natürlich spielt auch die Einleitung der Hypnose eine wichtige Rolle. Deshalb werden nun drei Möglichkeiten vorgestellt, wie Du Deinen Trancezustand einleiten kannst.

Mit der ersten Technik zur Selbsthypnose gelingt Dir sehr schnell eine spielerisch leichte Induktion. Darüberhinaus schult dieses Vorgehen auch noch Deine Fähigkeit sich tatsächliche Abläufe mental zu verinnerlichen. Dadurch kommen Deine Gedanken schon fast automatisch zur Ruhe.

Als Zugabe bekommst Du in diesem Video eine weitere Technik zur Selbsthypnose

Sehen, hören, fühlen

1 – Zu Beginn richtest Du Deine Wahrnehmung auf drei Dinge, die Du sehen kannst. Dabei sind Deine Augen noch geöffnet. Schau Dir eine Stelle an der Wand an oder etwas außerhalb des Hauses.

Du kannst Deinen Blick dabei in die Ferne schweifen lassen. Vielleicht steht ein Baum vorm Fenster. Schau ihn an und nehme ihn voll und ganz wahr.

2 – Im nächsten Schritt achtest Du auf drei Dinge, die Du hörst. Das kann Dein eigener Atem sein oder das Geräusch eines vorbeifliegenden Flugzeugs. Auch hier kannst Du Geräusche in der Ferne aussuchen.

Es kann auch die Musik sein, die Du im Hintergrund hörst, während Du Deine Selbsthypnose praktizierst.

3 – Jetzt suchst Du Dir drei Dinge aus, die Du spürst oder fühlst. Das kann beispielsweise die Liege sein, auf der Du übst, die Raumtemperatur, die Decke oder Deine Kleidung.

4 – Diesen Ablauf wiederholst Du nun mit zwei Dingen. Du suchst Dir also zwei Dinge, die Du siehst, hörst und fühlst. Verlangsame dabei Dein Vorgehen.

Es dürfen auch die selben Dinge sein wie vorher. Es ist gleichgültig ob Du etwas anderes aussuchst oder bei den vertrauten Dingen bleibst.

5 – Im nächsten Durchgang führst Du den Ablauf nocheinmal durch und suchst Dir eine Sache aus, die Du siehst, hörst und spürst.

6 – Jetzt wiederholst Du die Schritte eins bis fünf mit geschlossenen Augen. Beschäftige Dich nur noch mit drei Dingen, die Du hörst und fühlst.

Suggestion lernen

Was haben Sie gedacht als Sie den Titel gelesen haben? Suggestion lernen. Das scheint zunächst ein seltsamer Satz zu sein.

Suggestion lernen

7 – Auch mit geschlossenen Augen kannst Du nun den Vorgang mit jeweils zwei Dingen wiederholen. Beachte zwei Dinge, die Du hörst und zwei, die Du fühlst.

8 – Und vermutlich hast Du es Dir ohnehin schon gedacht, es folgt der letzte Durchgang mit einer Sache, die Du hörst und fühlst.

9 – Wenn Du Punkt acht abgeschlossen hast, bist Du bereits in einem guten Zustand der Gelassenheit.

Bewusstes Atmen

Über die Atmung lässt sich ebenfalls sehr schnell eine hypnotische Trance einleiten. Dabei geht es wie bei allen Techniken zur Selbsthypnose darum die Wahrnehmung zu lenken. Und bei der Atmung kehrt sich die Wahrnehmung sehr schnell nach innen. Das Schöne daran ist, wenn sich die Wahrnehmung nach innen kehrt, gleiten wir fast automatisch in eine Trance.

Für die Einleitung Deiner Selbsthypnose achtest Du spielerisch auf das, was Du während der Atmung fühlst. Achte beispielsweise auf Deine Nase. Mit welchem Nasenloch atmest Du im Moment? Wie fühlt es sich an, wenn die Luft Deine Nase verlässt? Wie fühlt sich die Nasenspitze an?

Fühle Dich vollständig ein. Beschreibe Dir in Gedanken alles was Du beim Atmen wahrnimmst. Achte dabei auf die kleinen Details. Tauche immer tiefer in Deine Atmung ein.

Erweitere diese Beschreibung mehr und mehr. Während Du die Beschreibung erweiterst, erweiterst Du auch die Körperregionen. Das heißt, Du achtest auch auf Deine Brust. Deine Gedanken beschäftigen sich damit, wie sich die Brust hebt und senkt. Wie fühlt sich das an?

Möglicherweise wirst Du beim Ausatmen die angenehme Schwere in Deine Brust bemerken. Achte darauf. Richte dabei Deine Gedanken darauf, wie sich dieses Gefühl immer mehr ausbreitet.

Nebenher nimmst Du nach und nach Deinen ganzen Körper mit hinein. Gehe in Gedanken Deinen Körper durch und achte darauf, wie die Atmung Einfluss nimmt. Fühle, wie sich dieses angenehme Gefühl ausbreitet.

Auf die-selbsthypnose.de finden Sie alle Informationen, die Sie für Ihre Selbsthypnose benötigen. Darüberhinaus veröffentlichen wir regelmäßig Studien zum Thema oder Erfahrungsberichte. Und die Seite Tipps zur Selbsthypnose dient der Anregung.

In der Folge kehrst Du Deine Aufmerksamkeit immer weiter nach innen. Deine Gedanken sind mit Deiner Atmung beschäftigt. Alles dreht sich um Dein Gefühl beim Atmen. Jedes Detail im Körper ist wichtig und gut. Es geht nur noch um Dich, um Deinen Körper, Dein Gefühl, Deine Gedanken…

Sehr gut! Genau dort wolltest Du hin. Du bist in Deiner einleitenden Trance.

Magnetische Hände

Auch bei der dritten Möglichkeit unserer Techniken zur Selbsthypnose geht es um die Lenkung Deiner Aufmerksamkeit. Darüberhinaus ist diese Übung eine interessante Erfahrung.

Du kannst bei dieser Vorgehensweise wieder mit offenen Augen beginnen. Genau wie bei den anderen Techniken, schließt Du Deine Augen, wenn es sich für Dich angenehm anfühlt.

Zunächst halte Deine angewinkelten Arme vor Dich. Jetzt legst Du Deine Handflächen aufeinander. Reibe Deine Hände leicht aneinander. Es dauert möglicherweise eine kleine Weile und Du spürst eine angenehme Wärme in den Händen.

Häufige Fragen zur Selbsthypnose

Selbsthypnose wird immer populärer. Die Zahl der Menschen, die mehr über Selbsthypnose erfahren wollen, nimmt ständig zu.

Häufige Fragen zur Selbsthypnose

Achte auf die Temperatur Deiner Handflächen und wie sie sich in die Finger ausbreitet. Lass Deine Gedanken um die Wärme kreisen. Dabei nimmst Du Deine Hände langsam auseinander. Wenn Du ungefähr 10 cm Abstand zwischen den Händen hast, halte sie einfach so.

Du nimmst die Temperatur Deiner Hände wahr und hältst sie locker auseinander. Möglicherweise fällt Dir dann auf, dass sie sich ganz leicht bewegen. Dann achte spielerisch darauf ob sie sich sanft aufeinander zu bewegen. Dabei handelt es sich vielleicht nur um kleine kurze und langsame Bewegungen. Es fühlt sich unter Umständen wie ein langsames, sanftes Zucken an.

Beobachte jetzt, wie sich die Hände langsam und sanft einander annähern. Währenddessen achtest Du immer weiter auf die Temperatur. Und die Hände ziehen sich langsam und stetig magnetisch an. Sie kommen sich immer näher.

In Gedanken kannst Du Deine Beobachtung auch formulieren. Sag Dir ruhig und gelassen mehrfach: „Meine Hände ziehen sich magnetisch an und wollen zusammenkommen.“

Sobald sich Deine Hände berühren, lass sie langsam in Deinen Schoss sinken und fahre mit Deiner Selbsthypnose fort. Du hast Deine einleitende Trance erreicht.

Die überraschende Einfachheit der Selbstmotivation

Haben Sie auch manchmal das Gefühl zu wenig Selbstmotivation zu haben? Wenn ja, haben Sie massenhaft Gesellschaft.

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Deine persönlichen Techniken zur Selbsthypnose

Bei allen Einleitungen denke immer daran, es sind DEINE Techniken. Du musst sie in keinem Fall exakt so ausführen, wie es hier beschrieben ist. Im Gegenteil, spiele damit, experimentiere und passe sie an Deine Bedürfnisse an.

Möglicherweise mixt Du die verschiedenen Methoden auch. Es spielt keine Rolle, wie Du sie benutzt. Es sind Anregungen. Entwickle sie weiter. Selbsthypnose ist eine sehr persönliche Angelegenheit. Und dabei kommt es darauf an gelassen zu sein oder zu werden. Das beherzigst Du am besten schon bei der Einleitung.

Viel Spaß beim Experimentieren!